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Presse

20. November 2010 // Konzert in Bönnigheim

Albern und tiefsinnig

Die fünf Herren von "Vorlaut" amüsieren sich und das Publikum im Burgplatzkeller

Seit zehn Jahren gibt es das "Kulturfenster" in Bönnigheim. Das Ziel, Kultur für alle Altersgruppen möglich zu machen, erreichen sie mit viel persönlichem Einsatz. Am Samstag gab es ein Gastspiel von "Vorlaut".

So war auch am Samstagabend der Burgkeller ausverkauft. Im nebligen Bühnendunst präsentierte sich die A-capella-Gruppe "Vorlaut". Nach einer intensiven sommerlichen Klausur in klösterlicher Abgeschiedenheit hatten die fünf Sänger an Texten und neuen Liedern gebastelt. "Das machen wir alles gemeinsam" berichtete Bass Simon Huber. Und was dabei heraus gekommen ist, kam beim Publikum im Keller am Bönnigheimer Burgplatz bestens an.

Liebeslieder sind ihr bevorzugtes Genre, in dem sie sich mal pubertär, mal ganz vorsichtig, mal unverschämt tummeln. Die Zuhörer waren ganz verzaubert, als die Jungs sangen "du bist so zart besaitet, du hast mich zart berührt", um dann zum Schluss gänzlich desillusioniert, dafür hoch amüsiert mit dem Objekt der Liebesarie, dem Klopapier, konfrontiert zu werden.

Sie machen sich gern über ernste Alltagsthemen lustig, aber am liebsten über sich selbst. Ein wenig wurde dabei auch das Publikum auf die Schippe genommen. Beim Song "Wir machen Party" sollten die Zuhörer wohl kräftig mitwirken, aber die Lockerheit der Schlabberjeans- und T-Shirt-Akteure konnten sie einfach nicht bewältigen. Die Tenöre Johannes Wolasch, Moritz Dröse und Andreas Mantsch teilten sich meist die Soli, die Bässe Lukas Wollasch und Simon Huber waren für den Chorgesang zuständig, meist als "dudu" oder "schwabdua". Das ganze Drumherum, wie Luftgitarre spielen oder Posaune blasen, geschah mit hohem schauspielerischen Einsatz und entzückte das Bönnigheimer Publikum.

Nach der Pause hatten sie die Leute im Burgplatzkeller, wo sie sie haben wollten. Die vorlauten Herren konnten singen, was sie wollten, das Publikum tobte. Simon "durfte" dann auch mal ein Lied singen und hatte nichts anderes im Text, als über die restlichen Herren kräftig ab zu lästern. Der Neid derer, die in der zweiten Reihe stehen, war leicht auf allgemein bekannte Alltagssituationen zu übersetzen.

Bei seinem Rap-Solo als "MC Dimon" ging ihm ein bisschen Text verloren, aber das störte niemanden. Im Gegenteil, die anderen lachten sich schlapp über diese Schlappe.

Hin und wieder mussten sie wohlbekannte Melodieteile in Medleys unterbringen und gleichzeitig wieder augenzwinkernd verdrehen. Zitate wie "Im a big girl" und "Sexbomb" fielen gesanglich vielleicht unbeabsichtigt ziemlich schräg aus und passten gut. Dass "Vorlaut" im A-capella-German-Songtest einen dritten Platz belegt, lässt schließen, dass hinter dem lockeren Geblödel harte Arbeit steckt. Wer bei soviel Einsatz, Qualität und Erfolg noch so locker bleiben kann, dem kann nur, wie im Keller unter der Burg, kräftig Beifall gezollt werden. (23.11.2010, Irene Schmidt-Makowiec)

Kontakt

Johannes Wollasch
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Tel.: 07143 - 40 82 53
mobil: 0177 - 731 0446

 

 

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